
Projekt
Beschickungsanlage 819
Schmale, niedrige Beschickungsanlage mit gutem Blick auf den Reinigungsprozess — von uns vollständig entwickelt, konstruiert und gebaut. Hub- und Handlingeinheit unterhalb des Rollenförderers, mit weiter verfeinerter Sensor-Einstellung.
KURZ ERKLÄRTWas ist eine Beschickungsanlage und wie funktioniert sie?mehrweniger
Eine Beschickungsanlage führt einer Teilereinigungsanlage das Reinigungsgut automatisch zu. In einer Teilereinigungsanlage werden industriell gefertigte Teile — beispielsweise Drehteile, Stanzteile oder Spritzgussteile — gereinigt, im Pharmabereich auch desinfiziert. Die Teile liegen dabei auf Warenträgern oder in Drahtkörben.
Die Beschickungsanlage steht dieser Reinigungsanlage vor. Sie puffert die Körbe und übernimmt ihre Handhabung: Statt jeden Korb einzeln von Hand in die Reinigungskammer einzubringen, stellt der Bediener mehrere Körbe hintereinander auf einen Rollenförderer. So läuft ein Korb durch die Anlage:
- ▪Der Korb wird aufgestellt, ein Sensor erkennt ihn, ein Stopper senkt sich, und der Korb fährt in den geschützten Innenraum der Anlage.
- ▪Vor der Übergabeposition werden die Körbe vereinzelt, sodass immer nur ein Korb weiterrückt.
- ▪An der Übergabeposition, die gegenüber der Reinigungskammer liegt, hebt eine Handlingeinheit den Warenträger auf Übergabehöhe und schiebt ihn seitlich in die Reinigungskammer. Der Greifarm senkt sich anschließend ein Stück nach unten ab und fährt unterhalb des Warenträgers aus der Kammer hinaus. Danach schließt sich die Tür und der Reinigungsprozess beginnt.
- ▪Nach Beendigung der Reinigung öffnet sich die Tür wieder, und die Handlingeinheit fährt in die Kammer. Der Greifarm hebt sich ein Stück an, bis er den Warenträger sicher untergreift, zieht ihn aus der Kammer heraus und stellt ihn auf den Rollenförderer ab.
- ▪Der nächste Korb rückt in die Übergabeposition nach, sobald diese frei wird. Der gereinigte Korb fährt weiter zur Abnahmeposition am Ende des Rollenförderers, wo er entnommen wird.
Wie viele Körbe sich vor und nach der Reinigung puffern lassen, richtet sich nach dem Bedarf des Kunden — deshalb fällt jede Anlage unterschiedlich lang aus.
AUFGABE
Im Vordergrund standen ein guter Blick auf den Reinigungsprozess, eine schmale, niedrige Bauweise und eine schnelle Inbetriebnahme — mit besonderem Augenmerk auf einer noch einfacheren Sensor-Einstellung und einer wartungsfreundlichen Ausführung.
LÖSUNG
Für einen guten Blick auf den Reinigungsprozess sorgen die niedrige, schmale Bauweise und große Sichtfenster. Die seitlichen und die mittlere Haube lassen sich öffnen und sind mit der Not-Halt-Sensorik gekoppelt — das schafft schnellen, sicheren Zugang zum Prozess. Hub- und Handlingeinheit sitzen unterhalb des Rollenförderers. Das ermöglicht die niedrige Bauweise und macht die Einheit gut zugänglich. Bedienung und die Justage aller Sensoren erfolgen von vorne, und die Sensor-Einstellung ist noch einfacher und zuverlässiger gelöst. Die tiefer liegende Mechanik haben wir gegen herabfallende Späne und tropfende Flüssigkeiten wie Öl gezielt abgeschirmt. Ein Schwerpunkt lag auf einer schnellen Inbetriebnahme: Die Einrichtzeit liegt bei rund einer Stunde, und das Nivellieren erfolgt schnell und im Stehen. In die Konstruktion sind die Erkenntnisse aus vorangegangenen Projekten eingeflossen.
ERGEBNIS
Eine schmale, niedrige Beschickungsanlage mit gutem Blick auf den Reinigungsprozess und sehr guter Zugänglichkeit. Die tiefer liegende Mechanik ist geschützt, die Sensoren lassen sich einfach von vorne einstellen, und die Anlage ist in rund einer Stunde eingerichtet. Nach Funktions- und Qualitätsprüfung wurde sie ausgeliefert und beim Kunden in die Gesamtanlage eingebunden.
DETAILS
- ▪Vollständige Eigenentwicklung: Auslegung, Konstruktion und Bau
- ▪Hub- und Handlingeinheit unterhalb des Rollenförderers — schmale, niedrige Bauweise
- ▪Guter Blick auf den Reinigungsprozess über große Sichtfenster
- ▪Seitliche und mittlere Hauben lassen sich öffnen, mit Not-Halt-Sensorik
- ▪Sensor-Justage von vorne, einfach und zuverlässig eingestellt
- ▪Tiefer liegende Mechanik gegen herabfallende Späne und tropfende Flüssigkeiten geschützt
- ▪Wartungsfreundliche Ausführung, Erkenntnisse aus vorangegangenen Projekten eingeflossen
- ▪Schnelle Inbetriebnahme: Einrichtzeit rund eine Stunde, Nivellieren im Stehen
- ▪hochwertige, teils aus Edelstahl gefertigte Bauteile, ausgelegt für hohe Lebensdauer
- ▪Montage, Verkabelung, Funktions- und Qualitätsprüfung, Auslieferung